Überblick: Was H2 2026 für Google Ads Nutzer bedeutet
Das Wichtigste vorab: Zwei Features sind bereits Geschichte (ECPC, neue Call-Only Ads), ein kritisches Bidding-Update wirkt ab 17. August 2026, und die KI-Integration der Plattform schreitet schneller voran als die meisten Werbetreibenden realisieren. Dieser Guide erklärt was konkret passiert — mit verifizierten Deadlines und Quellen.
Bevor wir in die Details gehen: eine Zusammenfassung der wichtigsten Änderungen nach Dringlichkeit.
| Status | Änderung | Deadline / Zeitpunkt | Dringlichkeit |
|---|---|---|---|
| Bereits weg | Enhanced CPC (ECPC) für Search & Display | März 2025 | Prüfen ob Konto betroffen — Migration sollte abgeschlossen sein |
| Läuft aus | Call-Only Ads: keine neuen mehr erstellbar | Seit Feb. 2026; Ende Feb. 2027 | Migration zu RSA mit Call Assets jetzt abschließen |
| 17. Aug. 2026 | Bidding Target Optimization: Kampagnen werden zu gesetzten Zielen korrigiert | Automatisch am 17.08.2026 | Bid Target Adjustment Tool ab 6. Juli nutzen |
| Jetzt verfügbar | AI Max for Search: out of beta, allgemein verfügbar | Seit GML Mai 2026 | Testen mit 20–30 % Testbudget neben Search |
| Jetzt verfügbar | Smart Bidding Exploration für PMax ohne Produkt-Feeds | Seit 15. Juni 2026 | Evaluieren ob ROAS-Toleranz sinnvoll einstellbar |
| Jetzt verfügbar | Ask Advisor: KI-Assistent direkt in Google Ads | Seit Ende 2025 | Für Diagnose und Optimierungsfragen sofort nutzen |
| Juli 2026 | Google Ads ToS Update: Automation-Verantwortung neu geregelt | Juli 2026 | Automatisch generierte Assets manuell prüfen |
| Schrittweise | Bidding-Strategie-Umbenennung: Target CPA / Target ROAS | Seit Juni 2026 | Nur UI-Änderung, kein Handlungsbedarf |
| Laufend | Ads in AI Overviews: Integration schreitet voran | Rollout läuft | AI Max als Basis für AI Overview Platzierungen testen |
Was es 2026 nicht mehr gibt: Abschaffungen mit Handlungsbedarf
Kurze Antwort: Zwei Features sind weg oder im Auslauf. ECPC (Enhanced CPC) ist seit März 2025 für Search und Display Geschichte. Call-Only Ads können seit Februar 2026 nicht mehr neu erstellt werden und hören im Februar 2027 ganz auf zu liefern.
ECPC (Enhanced CPC): Bereits seit März 2025 abgeschaltet
Das ist keine H2-2026-Neuigkeit — aber eine die in vielen Konten noch nachwirkt. Laut offizieller Google Ads Dokumentation wurde Enhanced CPC für Search und Display-Kampagnen in der Woche ab dem 31. März 2025 vollständig eingestellt. Kampagnen die vorher ECPC nutzten, laufen seitdem automatisch auf Manuellem CPC.
Warum das jetzt noch relevant ist: Wer ECPC nicht aktiv durch Smart Bidding ersetzt hat, läuft möglicherweise auf Manuellem CPC ohne es zu wissen. Das bedeutet: Keine Echtzeitoptimierung der Gebote, kein auction-time signal processing. Für Konten mit ausreichend Conversions (30+/Monat) ist das eine Performance-Bremse.
Was du tun solltest: Google Ads → Kampagnen → Spalte "Gebotsstrategie" einblenden. Steht dort noch "Optimierter CPC"? Das ist ein UI-Artefakt. Die tatsächliche Strategie ist Manueller CPC. Abhängig vom monatlichen Conversion-Volumen: unter 15 Conversions/Monat → Manueller CPC behalten. Ab 30 Conversions/Monat → Maximize Conversions oder Target CPA evaluieren.
Call-Only Ads: Auslaufen bis Februar 2027
Das ist die wichtigste Abschaffung für Lead-Gen-Unternehmen die auf Telefonanrufe setzen. Google hat offiziell bestätigt: Seit Februar 2026 können keine neuen Call-Only Ads mehr erstellt werden. Bestehende Call-Only Ads erhalten noch bis Februar 2027 Impressionen — danach hören sie auf zu liefern.
Was den Wechsel sinnvoll macht: Call-Only Ads hatten ein enges Interaktionsmodell — entweder Anruf oder nichts. RSAs mit Call Asset geben Nutzern die Wahl: anrufen, klicken, oder beides. Laut Analyse von Symphonic Digital verbessert das die Conversion Tracking Qualität und gibt dem Algorithmus mehr Signale zum Lernen.
1. Google Ads → Anzeigen → Filter auf "Call-Only Ads" → alle exportieren und dokumentieren.
2. Neue RSAs in denselben Anzeigengruppen erstellen: 15 Headlines (min. 3 die das Ziel-Keyword enthalten), 4 Descriptions. Telefonnummer als Call Asset auf Anzeigengruppen- oder Kampagnenebene hinzufügen.
3. Call-Only Ads parallel laufen lassen bis RSAs ausreichend Impressionen gesammelt haben (min. 1.000).
4. Call-Only Ads pausieren (nicht löschen — historische Daten bleiben erhalten). Vor Februar 2027 vollständig archivieren.
Neue Features H2 2026: Was du jetzt nutzen kannst
Kurze Antwort: Vier neue Features verdienen sofortige Aufmerksamkeit: AI Max for Search ist allgemein verfügbar, Smart Bidding Exploration wurde auf PMax erweitert, Ask Advisor ist jetzt dein kostenloses KI-Konto-Analyse-Tool, und Promotion Mode ermöglicht zeitlich begrenzte ROAS-Toleranz-Erhöhungen für Aktionen.
AI Max for Search: Out of Beta — was das konkret bedeutet
AI Max ist seit dem Google Marketing Live 2026 allgemein verfügbar. Kein Beta-Zugang mehr notwendig. Wichtig für das Verständnis: AI Max ist kein neuer Kampagnentyp, sondern ein Erweiterungsrahmen für bestehende Search-Kampagnen. Er besteht aus drei Elementen:
- Breiteres Keyword-Matching: Anzeigen erscheinen bei Suchanfragen die über deine Keywords hinausgehen aber thematisch verwandt sind — ähnlich wie Broad Match, aber mit mehr Kontext-Intelligenz
- Text-Anpassungen: Headlines und Descriptions werden dynamisch auf die konkrete Suchanfrage zugeschnitten (ähnlich wie dynamische Keyword-Einfügung, aber KI-gesteuert)
- URL-Expansion: Google wählt automatisch die relevanteste Landingpage-URL aus deiner Domain — nicht nur die finale URL die du hinterlegt hast
Was dazu kommt: AI Brief. Das ist die Steuerungsebene für AI Max. Du gibst Google Marken-Guidelines, Tonalität, ausgeschlossene Seiten und Messaging-Schwerpunkte vor. Ohne AI Brief ist AI Max eine Black Box. Mit AI Brief ist es ein gesteuertes System.
Google hat angekündigt Dynamic Search Ads schrittweise zu AI Max zu migrieren. Ein fixer Zeitpunkt für eine Zwangsumwandlung wurde noch nicht offiziell kommuniziert — anders als früher in diesem Blog gemeldet. Was sicher ist: DSA wird langfristig durch AI Max ersetzt. Wenn du DSA nutzt, solltest du AI Max jetzt als Testbudget parallel aufsetzen und eigene Performance-Daten sammeln, bevor eine eventuelle Migration erfolgt.
Bidding Target Optimization: Was am 17. August 2026 passiert
Das ist die Änderung mit dem engsten Zeitdruck. Google hat am 15. Juni 2026 bestätigt: Ab dem 17. August 2026 werden budget-limitierte Kampagnen die ihre Target CPA oder Target ROAS Ziele übererfüllt haben automatisch auf die gesetzten Ziele zurückgeführt.
Was das bedeutet: Ein Konto das einen Target CPA von 50 € eingestellt hat, aber dank ausgereiftem Algorithmus tatsächlich 35 € CPA erreicht, wird nach dem 17. August wieder Richtung 50 € gesteuert. Das Budget läuft dann innerhalb des eingestellten Ziels — nicht darunter.
Was du konkret tust: Google Ads → Empfehlungen oder direkt im Kampagnen-Dashboard nach dem Bid Target Adjustment Tool Ausschau halten (ab 6. Juli). Prüfe jeden Target CPA und Target ROAS: Entsprechen diese Zahlen noch der aktuellen Markt- und Kontorealität? Wenn dein Konto die Ziele deutlich unterbietet (positiv), passe die Targets proaktiv nach unten an — bevor Google das automatisch zurücksetzt.
Smart Bidding Exploration: Reichweite ohne globale Ziel-Lockerung
Seit dem 15. Juni 2026 ist Smart Bidding Exploration für alle Performance Max Kampagnen ohne Produkt-Feeds verfügbar. Das Prinzip: Du definierst eine ROAS-Toleranz-Spanne statt eines festen Ziels — zum Beispiel "mein Ziel-ROAS ist 300%, aber ich toleriere 250% wenn dafür neue Suchbegriffe erschlossen werden". Der Algorithmus darf dann auf bisher unerprobte Suchanfragen bieten ohne das globale Ziel zu brechen.
Der Unterschied zu einfachem Broad Match: Smart Bidding Exploration bewertet das Potenzial unerprobter Queries auf Basis historischer Signale aus ähnlichen Konten und Branchen — nicht blind. Das macht es selektiver als "mehr Broad Match" und kontrollierbarer als Performance Max ohne Einschränkungen.
Ask Advisor: Der kostenlose KI-Assistent im Konto
Ask Advisor (in manchen Interfaces auch als Ads Advisor bezeichnet) ist Googles konversationaler KI-Agent direkt in der Google Ads Oberfläche. Seit Ende 2025 verfügbar, kostenlos auch ohne aktive Ausgaben. Du stellst Fragen auf natürliche Sprache: "Warum hat meine Kampagne letzte Woche 30 % weniger Conversions geliefert?" oder "Welche Keywords sollte ich ausschließen?"
Was ihn von allgemeinen KI-Tools unterscheidet: Ask Advisor hat Zugriff auf Googles interne Produkt-Wissensbasis — nicht nur auf öffentliche Dokumentation. Die Halluzinations-Rate für Google-Ads-spezifische Fragen ist entsprechend niedriger als bei externen Modellen. Grenzen: Er kennt deine Branche nicht, deine Lead-Qualitäts-Anforderungen nicht, und deine Compliance-Regeln nicht.
Bidding-Umbenennung: Target CPA und Target ROAS
Seit Juni 2026 heißen zwei Smart Bidding Strategien anders. Laut Google: "Maximize Conversions with a Target CPA" heißt jetzt schlicht "Target CPA". "Maximize Conversion Value with a Target ROAS" heißt jetzt "Target ROAS". Das zugrunde liegende Verhalten ist identisch. Kein Handlungsbedarf — außer ggf. interne Dokumentation und Reports anzupassen.
Promotion Mode: Zeitlich begrenzte Budget-Boosts für Aktionen (Beta)
Ebenfalls seit Juni 2026 in Beta für Search und Performance Max: Promotion Mode. Es ermöglicht planbare, zeitlich begrenzte ROAS-Toleranz-Lockerungen und Budget-Erhöhungen für bekannte Peak-Ereignisse — Produktlaunches, Saisonale Aktionen, Black Friday. Statt manuell Budget anzuheben und danach zu vergessen, definierst du vorab: "16.–20. November: Budget +50%, ROAS-Toleranz -20%". Das System kennt den geplanten Ausnahmezeitraum und lernt nicht dauerhaft auf diese abweichenden Werte.
Was sich langfristig verändert: Der stille Umbau der Plattform
Kurze Antwort: Google Ads wird zur Signal-Plattform. Die technische Ausführung (welche Anzeige wem zeigen, zu welchem Preis) übernimmt zunehmend die KI. Was menschliche Entscheidungen braucht: welche Signale du der KI gibst, wie du Qualität definierst, und wie du Outputs kontrollierst.
Das neue Google Ads ToS vom Juli 2026: Automation-Verantwortung neu geregelt
Im Juli 2026 hat Google seine Nutzungsbedingungen grundlegend aktualisiert. Die Analyse von ZATO Marketing benennt zwei zentrale Veränderungen gegenüber den alten ToS von 2018:
Was du der Plattform gibst, darf verwendet werden: Inhalte die du in Google Ads Tools eingibst — inklusive Konversationen mit Ask Advisor, URLs für automatischen Campaign-Setup und Website-Inhalte die du Google zum Crawlen freigibst — können verwendet werden um deine Kampagnen plattformweit zu verbessern. Das ist breiter als die alten Bedingungen.
Die Verantwortung für KI-generierte Assets bleibt beim Werbetreibenden: Google Ads kann automatisch Headlines generieren, Sitelinks vorschlagen, Asset Groups aufbauen und Targeting-Änderungen empfehlen. Die rechtliche und operative Verantwortung für was tatsächlich ausgespielt wird, liegt weiterhin beim Werbetreibenden. Falsche Preisangaben in KI-generierten Headlines, regulatorisch problematische Claims, nicht autorisierte Aussagen über Produkte — das ist dein Problem, nicht Googles.
Für Branchen mit strengen Werberegularien (Finanzdienstleistungen, Gesundheit, Rechtsanwälte, Apotheken): Automatisch generierte Assets von AI Max, Ask Advisor und dynamischen Anzeigen müssen vor der Aktivierung manuell geprüft werden. Schalte "Automatically created assets" nur dann ein wenn du einen Review-Prozess für diese Assets eingerichtet hast.
Ads in AI Overviews: Der neue Anzeigenplatz der sich still ausbreitet
AI Overviews — Googles KI-generierte Antworten oben in den Suchergebnissen — integrieren zunehmend bezahlte Anzeigen. Die Präzenz ist noch nicht überall, aber die Richtung ist klar: Werbetreibende die AI Max nutzen haben nach aktuellem Stand die höchste Chance in AI Overview Kontexten zu erscheinen, weil das Feature explizit auf "intent-basiertes Matching über Keywords hinaus" ausgelegt ist.
Was das für deine Strategie bedeutet: Anzeigentexte die Fragen direkt beantworten ("Was kostet X?", "Wie funktioniert Y für Z?") performen in AI Overview Kontexten besser als klassische persuasive Copy. Die Empfehlung von Symphonic Digital: Entwickle spezifisch Headlines und Descriptions die Fragen beantworten — nicht nur Angebote bewerben.
Signal-Qualität als primärer Wettbewerbsvorteil
Das ist der größte Strukturwandel — und der der am wenigsten auffällt weil er keinen festen Rollout-Termin hat. Treffend formuliert von ALM Corp: "In 2026, automation is no longer something you layer on top of a mostly manual account. It is the environment in which the account operates."
Was das bedeutet: Die Qualität deiner Signale an den Algorithmus entscheidet über Performance. Nicht wie viele Keywords du hast, nicht wie oft du Gebote anpasst — sondern wie präzise das System versteht was ein wertvoller Lead oder Kauf für dich ist.
PMax-Transparenz: Was du jetzt sehen kannst, was noch fehlt
Performance Max hat 2026 erhebliche Transparenz-Updates bekommen. Du siehst jetzt Channel-Level Performance (wie viel läuft auf Search vs. YouTube vs. Display vs. Gmail), Asset-Level Reporting (welche Headlines und Images performen), und für Shopping-Feeds Produkt-Level Reports. Was noch fehlt und wahrscheinlich auch 2026 nicht kommt: Suchanfragen-Level Transparenz wie der klassische Search Terms Report für Search-Kampagnen. Googles Position: Das würde die Algorithmus-Freiheit einschränken.
Handlungsplan H2 2026: Was du jetzt konkret tust
Drei Prioritäten nach Dringlichkeit: Erstens, überprüfe und schließe die Call-Only Ads Migration ab wenn noch nicht geschehen. Zweitens, nutze das Bid Target Adjustment Tool ab 6. Juli um dich auf den 17. August vorzubereiten. Drittens, prüfe ob dein Conversion-Tracking auf Danke-Seiten-Events basiert — das ist das Fundament für alles andere.
Call-Only Ads: Migration abschließen
Prüfe ob dein Konto noch Call-Only Ads hat (Filter in der Anzeigenübersicht). Falls ja: RSAs mit Call Assets erstellen, parallel laufen lassen, dann Call-Only pausieren. Deadline: vor Februar 2027 — aber je früher desto mehr Daten hat das neue Format zum Optimieren.
Deadline: Feb. 2027Bidding-Ziele vor dem 17. August überprüfen
Öffne das Bid Target Adjustment Tool ab 6. Juli. Für jede Target CPA oder Target ROAS Kampagne: Stimmt der eingestellte Zielwert mit der aktuellen tatsächlichen Performance überein? Wenn dein Konto deutlich besser läuft als das eingestellte Ziel: Ziel anpassen bevor Google es automatisch korrigiert.
Deadline: 17. August 2026Conversion-Tracking verifizieren
Google Ads → Zielvorhaben → Conversions. Prüfe jeden Conversion-Event: Trackt er einen echten Werteintrag (Danke-Seite, Telefonanruf, Chat-Start) oder ein Proxy-Event (Button-Klick, Scroll)? Google Tag Assistant hilft beim Verifizieren. Das ist das Fundament von Smart Bidding.
SofortmaßnahmeAI Max testen — kontrolliert und mit Benchmark
Erstelle ein Testbudget (20–30 % einer bestehenden Search-Kampagne) mit AI Max aktiviert. Befülle AI Brief vorher: Marken-Keywords die ausgeschlossen werden sollen, Tonalität, ausgeschlossene URLs. Nach 4 Wochen vergleiche CPA und Conversion-Rate gegen die Kontrollgruppe. Erst dann skalieren.
Diese Woche startenKI-generierte Assets in Review-Prozess einbinden
Durch das neue ToS-Update bist du für automatisch generierte Assets verantwortlich. Überprüfe in welchen Kampagnen "Automatically created assets" aktiviert ist und richte einen wöchentlichen Review ein. Für regulierte Branchen: Feature deaktivieren bis Review-Prozess steht.
Konto-HygieneHäufige Fragen zu Google Ads Änderungen 2026
Zwei Features sind weg oder im Auslauf. ECPC (Enhanced CPC) wurde bereits im März 2025 für Search und Display vollständig eingestellt — Kampagnen laufen seitdem auf Manuellem CPC. Call-Only Ads können seit Februar 2026 nicht mehr neu erstellt werden; bestehende laufen bis Februar 2027 und werden dann deaktiviert. Der Ersatz sind Responsive Search Ads mit Call Assets.
Bidding Target Optimization: Budget-limitierte Kampagnen die ihre Target CPA oder Target ROAS Ziele bisher übertroffen haben, werden automatisch auf die gesetzten Ziele zurückgeführt. Wer von "stiller Übererfüllung" profitiert hat, kann Performance-Einbußen erleben. Das Bid Target Adjustment Tool ist ab 6. Juli verfügbar um Ziele proaktiv anzupassen. Google ändert die Ziele nicht automatisch — aber das Bidding-Verhalten.
AI Max ist kein separater Kampagnentyp, sondern ein Erweiterungsrahmen für bestehende Search-Kampagnen: breiteres Keyword-Matching, dynamische Text-Anpassungen, URL-Expansion. Seit GML 2026 (Mai) allgemein verfügbar — kein Beta-Zugang mehr notwendig. Für kleine Konten unter 30 Conversions/Monat empfiehlt sich AI Max als 20–30 % Testbudget neben bestehenden Exact Match Kampagnen, nicht als vollständiger Ersatz.
Zwei zentrale Änderungen: Erstens dürfen Inhalte die du in Google Ads Tools eingibst (inkl. Ask Advisor Gespräche) verwendet werden um Kampagnen zu verbessern. Zweitens bleibt die Verantwortung für KI-generierte Assets ausdrücklich beim Werbetreibenden — nicht bei Google. Automatisch generierte Headlines die falsche Preise nennen oder regulatorisch problematische Claims machen, sind rechtlich deine Verantwortung.
Performance Max ist ein eigenständiger Kampagnentyp der alle Google-Kanäle bespielt. AI Max ist ein Feature-Set das bestehende Search-Kampagnen erweitert — breiteres Matching, dynamische Texts, URL-Expansion. Performance Max ersetzt klassische Kampagnen. AI Max erweitert sie. Für Dienstleister ohne Produkt-Feeds ist AI Max oft der sinnvollere Einstieg in KI-gestützte Ausweitung.
Fazit: 2026 ist kein Update-Jahr — es ist ein Transformationsjahr
Die Summe der Änderungen ergibt ein klares Bild: Google baut die Plattform von einer keyword-gesteuerten Auktionsmaschine zu einem KI-gesteuerten Signal-System um. Die Ausführungsebene — welche Anzeige wem bei welcher Suche zu welchem Preis zeigen — wird zunehmend von der KI übernommen. Was menschliche Entscheidung braucht: Was zählt als Conversion? Welche Leads sind wertvoll? Was sind Markengrenzen? Welche Zielwerte sind realistisch?
Das bedeutet nicht dass du weniger tun kannst. Es bedeutet dass du anderes tun musst. Weniger manuelle Gebotsoptimierung, mehr Signal-Qualität. Weniger Keyword-Management, mehr Asset- und Intent-Qualität. Weniger Dashboard-Kontrolle, mehr strategische Inputs.
Abzuschließen: Call-Only Ads → RSA Migration · ECPC-Status im Konto prüfen
Vor 6. Juli 2026: Bid Target Adjustment Tool öffnen und Ziele evaluieren
Vor 17. August 2026: Target CPA / Target ROAS Ziele an aktuelle Performance anpassen
Diese Woche: Conversion-Tracking verifizieren · Ask Advisor für erste Diagnosen nutzen
Laufend: KI-generierte Assets wöchentlich reviewen · Signal-Qualität priorisieren (OCI, Customer Match, Consent Mode)