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Strategie Case Study

68 % Lead-Ausschuss —
wie ein Sanitärbetrieb
aufhörte, Zeit zu verschenken

Zusammenfassung: Kleber & Söhne Sanitär GmbH, Köln — selbst aufgesetzter Google Ads Account, viele Klicks, aber 68 % aller Anfragen wurden nie zu Aufträgen. Der Monteur fuhr zu Terminen, die keine Aufträge wurden. Nach strukturierter Kampagnenarbeit: Abschlussrate von 32 % auf 82 %, Montagestunden für qualifizierte Aufträge +140 %. Diese Case Study ist fiktiv, aber die Muster sind aus der Praxis.

Hinweis: Kleber & Söhne Sanitär GmbH ist ein fiktives Unternehmen. Namen und Kontaktdaten sind erfunden. Die beschriebenen Probleme, Maßnahmen und Ergebnisse spiegeln reale Muster aus der Google Ads Praxis im lokalen Handwerksbereich wider.

Unternehmens-Profil: Kleber & Söhne Sanitär GmbH
Branche
Sanitär, Heizung, Badsanierung
Standort
Köln & Umland (~40 km Radius)
Betrieb
Familienbetrieb, 3. Generation, 12 Mitarbeiter
Google Ads Budget
1.800 € / Monat
Ø Auftragswert
Notdienst: 180–350 € · Badsanierung: 6.500–18.000 €
Account-Setup
Selbst eingerichtet, ca. 14 Monate aktiv
Google Ads Case Study Sanitaerbetrieb – 82% Abschlussrate
Im Handwerk ist die Zeit der Monteure das wertvollste Gut — jeder unqualifizierte Termin kostet echtes Geld und reduziert die Kapazität für profitable Aufträge.

Die Ausgangslage: Klicks kommen — Aufträge nicht

Klaus Kleber, Geschäftsführer in dritter Generation, hatte sich Google Ads selbst beigebracht. YouTube-Tutorials, ein paar Stunden Einrichtung, Keywords wie „Sanitär Köln", „Klempner Köln", „Rohrreinigung Köln". Das Konto lief — die Klicks kamen. Was nicht kam: genug Aufträge im Verhältnis zu den Anfragen.

„Ich schicke einen Monteur raus, der schaut sich die Situation an, und dann kommt nichts. Der Kunde wollte eigentlich einen Kostenvoranschlag zum Vergleichen, oder er wohnt außerhalb unseres Einzugsbereichs, oder er fragt nach etwas, das wir gar nicht anbieten." Drei von vier Anfragen führten zu nichts. Das hatte einen unsichtbaren Preis: Monteurstunden, Fahrtkosten, Klaus Klebers eigene Zeit für Rückrufe.

Das eigentliche Problem: falscher Traffic, nicht zu wenig Traffic

Bei der ersten Analyse wurde schnell klar: Das Budget-Problem war kein Budget-Problem. 1.800 € monatlich erzeugte durchschnittlich 41 Anfragen pro Monat — das ist kein schlechtes Volumen für einen lokalen Betrieb. Das Problem war der Anteil davon, der jemals zum Auftrag wurde.

Anfragen-Analyse: Woher kamen die 41 Anfragen/Monat? (Vorher)
Kostenvoranschlag-Sammler (kein Kaufinteresse) 29 %
Nutzer, die 3–5 Angebote gleichzeitig einholen, dann nie antworten
Außerhalb des Einzugsgebiets 22 %
Anfragen aus Bereichen > 40 km, die Kleber nicht bedient
DIY-Informationssuche / Mieter ohne Entscheidungsbefugnis 17 %
Wollen es selbst reparieren oder dürfen keine Handwerker beauftragen
Qualifizierte Anfragen — tatsächliche Aufträge 32 %
Nur diese ~13 Anfragen/Monat wurden zu tatsächlichen Aufträgen

68 % Ausschuss. Für jeden Auftrag wurden im Schnitt drei Anfragen bearbeitet, die nichts einbrachten. Das sind drei Rückrufe, oft ein Vor-Ort-Termin, und das Frustrationspotenzial für einen Betrieb, dessen Ressource Zeit ist.

Das Problem war nicht zu wenig Traffic. Das Problem war, dass der Traffic die falschen Menschen anzog — und das Konto keine Möglichkeit hatte, das zu erkennen.

— Kernbefund nach der ersten Account-Analyse

Was der Search Terms Report enthüllte

Der deutlichste Befund kam aus dem Search Terms Report — den Klaus Kleber in 14 Monaten nie geöffnet hatte. Dort standen die tatsächlichen Suchanfragen, auf die seine Anzeigen ausgespielt wurden. Das Ergebnis war ernüchternd.

Reale Suchanfragen aus dem Search Terms Report (Auswahl)
⚠ Unqualifiziert — Budgetverschwendung
sanitär selber machen rohrreinigung spirale kaufen klempner ausbildung köln dusche einbauen anleitung sanitär bonn sanitär düsseldorf notdienst thermostat wechseln selbst klempner gehalt wasserschaden kostenübernahme versicherung sanitär jobs köln
✓ Qualifiziert — echte Kaufabsicht
klempner köln sofort rohrbruch köln notdienst badezimmer sanieren köln angebot heizung reparatur köln preise sanitär notdienst köln 24h

Auf „sanitär selber machen" wurde Budget ausgegeben. Auf „klempner ausbildung köln". Auf Standorte wie Bonn und Düsseldorf, die Kleber nicht bedient. Das Keyword „Sanitär Köln" in Broad Match hatte die Kampagne für alles geöffnet, was Google als entfernt verwandt interpretierte — und das war eine Menge.

Was konkret verändert wurde

W1
Woche 1 — Sofortmaßnahmen

83 Negative Keywords + geografische Einschränkung

Alle Begriffe aus dem Search Terms Report, die nie zu einem Auftrag führen können, wurden als Negatives hinterlegt: DIY-Begriffe, Ausbildungs-Begriffe, Jobsuche, Orte außerhalb des 40-km-Radius. Zusätzlich wurde die Geo-Zielausrichtung von „Köln" (die Google oft auf die gesamte Region ausdehnt) auf konkrete Postleitzahlen des Einzugsgebiets beschränkt.

83 Negatives Geo auf PLZ eingeschränkt Irrelevante Klicks –44 %
W2
Woche 2 — Kampagnentrennung

Notdienst und Badsanierung in separate Kampagnen

Notdienst (Rohrbruch, verstopfte Rohre, Heizungsausfall) und Badsanierung sind fundamental verschiedene Kaufsituationen. Notdienst: Dringlichkeit, sofortige Entscheidung, kleiner Auftragswert. Badsanierung: langer Entscheidungsprozess, hoher Auftragswert, andere Keywords. In einer gemeinsamen Kampagne kämpften beide um dasselbe Budget ohne Rücksicht auf diese Unterschiede. Nach der Trennung: eigene Keywords, eigene Anzeigentexte, eigene Landingpages, eigenes Budget pro Segment.

2 separate Kampagnen Notdienst: 60 % Budget Badsanierung: 40 % Budget
W3
Woche 3 — Anzeigentexte nach Intent

Dringlichkeit für Notdienst, Vertrauen für Badsanierung

Notdienst-Anzeigen: „Rohrbruch Köln — in 47 Minuten bei Ihnen. 24/7 Notdienst, Festpreisangebot vor Ort." Die Zahl 47 statt „schnell" oder „sofort" — Pique-Technik mit spezifischem Versprechen. Badsanierung-Anzeigen: „Badsanierung Köln — 3 von 4 Kunden empfehlen uns weiter. Kostenloses Aufmaß & Angebot." Sozialer Beweis statt Dringlichkeit — der Badsanierungskunde sucht Vertrauen, nicht Geschwindigkeit. In beiden Kampagnen: Call Ads aktiviert, die direkt zum Anruf führen — besonders für Notdienst der schnellste Weg zur Conversion.

Call Ads aktiv CTR Notdienst +61 % CTR Badsanierung +38 %
W4
Woche 4 — Qualifizierung in der Anzeige

Preisrahmen und Einzugsgebiet sichtbar machen

Eine der wirksamsten Maßnahmen zur Lead-Qualifizierung war die transparente Kommunikation von Einzugsgebiet und Preisrahmen direkt in der Anzeige. Callout-Extension: „Einzugsgebiet: Köln + 40 km". Sitelink: „Preisübersicht Notdienst ansehen". Das schreckt Nutzer außerhalb des Gebiets und Schnäppchenjäger ab — und filtert genau die 22 % der unqualifizierten Anfragen heraus, die durch geografischen Mismatch entstanden.

Einzugsgebiet in Callout Preisseite verlinkt Geo-Anfragen –78 %
M2
Monat 2 — Anruf-Tracking & Ad Scheduling

Nur noch schalten wenn jemand abnimmt — und messen was zählt

Anruf-Tracking mit einer Mindestdauer von 60 Sekunden eingerichtet: Anrufe kürzer als 60 Sekunden gelten nicht als Conversion — das filtert Falsch-Anrufe und Besetzt-Signale heraus. Ad Scheduling wurde auf die tatsächlichen Erreichbarkeitszeiten angepasst: Montag–Freitag 7–19 Uhr für Badsanierung (Beratungsgespräche), 24/7 für Notdienst (der einzige Kampagnentyp, der rund um die Uhr laufen sollte). Budget für Badsanierung-Anzeigen um Mitternacht zu verbrennen macht keinen Sinn.

Anruf-Min. 60 Sek. Ad Schedule aktiv Badsanierung: nur Bürozeiten
M3
Monat 3 — Match Types verfeinert

Von Broad Match zu Exact + Phrase mit engem Negativ-Netz

Die wichtigsten Kern-Keywords wurden auf Exact Match umgestellt: [klempner köln], [rohrbruch köln], [badezimmer sanieren köln]. Phrase Match ergänzte für Varianten wie „klempner köln notdienst" und „klempner köln preis". Broad Match komplett entfernt — ohne ausreichende Conversion-Daten und Smart Bidding-Datenbasis ist Broad Match für einen lokalen Betrieb mit kleinem Budget ein unkontrollierbares Risiko. Nach 30 Tagen: Anteil relevanter Suchanfragen von 32 % auf 79 % gestiegen.

Exact + Phrase Broad entfernt Relevante STs: 32 % → 79 %

Die Ergebnisse nach 90 Tagen

82%
Abschlussrate
(vorher: 32 %)
↑ +156 %
–58%
Anfragen gesamt
von 41 auf 17/Monat
↓ Weniger, aber besser
+7→14
Aufträge/Monat
aus Google Ads
↑ +100 %
–44%
Unproduktive
Monteurstunden
↓ Zeit zurückgewonnen

Das Gesamtbild auf den ersten Blick irritierend: weniger Anfragen. Aber das ist genau der Punkt. Aus 41 Anfragen wurden vorher 13 Aufträge. Aus 17 Anfragen werden jetzt 14 Aufträge. Dieselbe Werbeausgabe von 1.800 € — aber fast doppelt so viele tatsächliche Aufträge.

⚠ Vorher — Ø erste 3 Monate
Anfragen / Monat
41
Davon 68 % unqualifiziert
Aufträge / Monat
13
Abschlussrate: 32 %
Unproduktive Monteurstunden
~18h
Vor-Ort-Termine ohne Auftrag, Rückrufe, Fahrten
Kosten pro Auftrag (Google Ads)
138
1.800 € ÷ 13 Aufträge
✓ Nachher — Ø Monate 4–6
Anfragen / Monat
17
Davon 82 % qualifiziert
Aufträge / Monat
14
Abschlussrate: 82 %
Unproduktive Monteurstunden
~10h
–44 % — Kapazität für mehr Aufträge frei
Kosten pro Auftrag (Google Ads)
129
1.800 € ÷ 14 Aufträge
Früher hatte ich das Gefühl, das Telefon klingelt viel, aber am Ende des Monats frage ich mich, wo die Aufträge geblieben sind. Jetzt klingelt es seltener — aber wenn es klingelt, wird daraus fast immer ein Auftrag.
Klaus Kleber, Geschäftsführer Kleber & Söhne Sanitär GmbH (fiktiv)

Ähnliche Situation in Ihrem Betrieb?

Viele Anfragen, aber zu wenig echte Aufträge? Ich analysiere Ihren Google Ads Account kostenlos — und zeige Ihnen konkret, wo qualifizierter Traffic verloren geht und wie man das ändert.

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Was lokale Handwerksbetriebe daraus lernen können

Die Situation von Kleber & Söhne ist keine Ausnahme. Sie ist der Standard bei selbst aufgesetzten Google Ads Accounts im lokalen Handwerksbereich. Broad Match ohne Kontrolle, keine Trennung nach Leistungsart, kein Geo-Scoping, keine Qualifizierung in der Anzeige selbst — das ergibt zusammen einen Account, der zwar sichtbar ist, aber die falschen Menschen anzieht.

Kernlehre 1

Mehr Anfragen ist nicht das Ziel

Das Ziel ist: mehr qualifizierte Anfragen, die auch zu Aufträgen werden. Ein Handwerksbetrieb mit begrenzter Kapazität braucht keine 41 Anfragen — er braucht 17, von denen 14 zu Aufträgen werden.

Kernlehre 2

Qualifizierung beginnt in der Anzeige

Einzugsgebiet, Preisrahmen und Leistungsart sichtbar machen schreckt ungeeignete Nutzer ab — bevor sie klicken und Geld kosten. Weniger Klicks, bessere Klicks.

Kernlehre 3

Der Search Terms Report ist Pflicht

14 Monate lang wurde dieser Report nie geöffnet. Darin stand, dass Budget für „sanitär selber machen" und „klempner ausbildung" ausgegeben wurde. Wöchentliche Pflege dieses Reports ist die wichtigste Routine im Account.

Kernlehre 4

Notdienst und Beratungsleistung brauchen unterschiedliche Anzeigen

Ein Rohrbruch-Anrufer will Geschwindigkeit und Sicherheit. Ein Badsanierungskunde will Vertrauen und Kompetenz. Dieselbe Anzeige für beides zu schalten ist wie dieselbe Medizin für zwei verschiedene Diagnosen.

⚠ Realistische Erwartungen für Handwerksbetriebe

Die Steigerung von 32 % auf 82 % Abschlussrate ist das Ergebnis eines Accounts, der fundamentale strukturelle Mängel hatte. Accounts, die bereits besser aufgestellt sind, werden geringere Verbesserungspotenziale haben. Außerdem: Lead-Qualität ist nur ein Teil der Gleichung. Abschlussraten hängen auch von der Reaktionszeit auf Anfragen, dem Auftreten beim Erstgespräch und der Preisstruktur ab — Faktoren, die kein Google Ads Account lösen kann.

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